Ein Mensch, die Faulheit und der Blog

Letzter Blogeintrag vom Januar, Flyer treffen pünktlich einen Tag nach dem letzten Konzert vor der Sommerpause im lokalen Punkrockschuppen ein – also PR können wir.
Allerdings sollte die lange Stille auf dem Blog nicht ausschließlich als Zeichen für Faulheit verstanden werden. Es handelt sich vielmehr um ein Statement gegen die Überinformation und die ständige Abrufbarkeit von Informationen (und Menschen).
Jetzt gibt es wenigstens was zu berichten.
Erstens:
Der Flyer ist fertig. Die Papierform wird schon fleißig verteilt und digital ist er jetzt auch zu haben. Dank geht an den Flyermensch für die anhaltende Unterstützung.
Zweitens:
Alle Bands stehen mittlerweile fest und können auf der Halden-Seite begutachtet werden. Der Ablaufplan wird gerade gebastelt und dann demnächst online stehen.
Drittens:
Die weiteren Vorbereitungen laufen wie immer koordiniert chaotisch ab. Die Zeit vergeht mal wieder ziemlich schnell, aber wenn wir einen Zeitplan hätten, wären wir voll drin.
Also dann, wir sehn uns spätestens auf der Halde. Wer Bock hat im Vorfeld mit zu helfen (Mähen, Aufbau, etc.) möge sich melden.

Geht mehr auf Konzerte und bringt euch ein.

Grüße

E. und die Haldencrew//

Ey Schnarchnasen

Auch diese Jahr gibts wieder ein Haldenfestival. Nummer 21 steht an. Die Vorbereitungen laufen, Bands werden bestochen, erpresst und mit Gewalt auf unser Festival gezwungen. Wenn es da Neuigkeiten gibt, dann werden sie hier veröffentlicht. Wir können uns schon mal alle sehr auf die großartigen KACKSCHLACHT freuen, die haben schon zugesagt.
Ansonsten läuft alles.
Wer jetzt schon in Open-Air-Stimmung ist, der sollte sich am 18.02.17 im beschaulichen Lugau im Erzgebirge einfinden. Da startet wieder das sympathische Frost-Punx-Picknick. Alle Infos dazu gibt es hier.
Wir seh´n uns dort.

Halden #21 – 30.06. & 01.07.2017

Ort: Halde Sorge – Settendorf (bei Berga/ Elster)

Wie immer, Eintritt, Parken, Zelten = Frei

Bands:

Bbyklpp Mllcntnr – Nieder mit den Vokalen, die Konsonatenschreibweise ist zurück. Gera-beeinflusster Punk/Stadionrock aus Gera, incl. der einen oder anderen Reminiszenz aus der Geraer Punkrockvergangenheit.

Caca de luna – Die Gourmets aus Jena wissen, was in Mexico als Delikatesse gilt und das auf der Halde eine gepflegte Portion Grindcore nicht schaden kann. Dieses Jahr dann aber wirklich! Ja?!

Darmsignal – Sagen von sich selbst, dass sie scheiße sind und wer bin ich, da anderes zu behaupten. Tanzbarer, pogotauglicher Punkrock, ohne stumpfes rumgeprolle, aus Auerbach.

Dead Honeckers – Ich schätze mal den Honeckers hätte es nicht so zugesagt. Aber: „Niemand hat etwas gegen eine gepflegte Beatmusik“ bzw. Punkrock aus Leipzig.

Die Ostsibirischen Schnarschschnecken – Schnecken sind ja nicht für ihre 100m-Weltrekorde bekannt. Deswegen hat es auch von 1995 bis 2017 gedauert, bis die Naumburger mal auf der Halde vorbeigekrochen kommen. Mittlerweile wieder zum Trio geschrumpft, mangelt es auf der Bühne dann nicht mehr an Geschwindigkeit, aber aus der alten SKA-Haut kommen sie auch nicht ganz raus.

Frontex – Unverzerrte Gitarre, Pogopunkrock und ein Organ, das keift und spuckt und Wut und Angepisstheit transportiert. Garniert mit humorvollen, klischeefreien Texten. Aus Limburg.

Kackschlacht – Deutschpunk ist Tod! Das ist den beiden aber vollkommen Vegiewurst. Schnell, kurz, angepisst, humorvoll, kritisch. Mehr kann niemand erwarten.

Neo Edd!ng Terror – Mit größeren Pausen seit 1997 unterwegs, also auch schon was älter. Für Geraer Verhältnisse natürlich alles noch Jugendliche. Einzelne Lebenseinstellungen mögen sich seit den Anfangstagen geändert haben – deswegen gesellen sich auch neue Songs zu den Alten – der gemeinsame Nenner bleibt Punkrock.

Nikki Lauda – Als Huldigung an die evolutionäre Krönung der menschlichen Sportgeschichte – mit dem Auto im Kreis fahren – gegründet (oder waren nur alle Hollywood größen schon besetzt?), fröhnen die BO!S aus Weimar dem melodic Asiviolence.

Pogopest – Die waren wohl schon in den 90igern im Umland von Altenburg unterwegs und haben sich jetzt wieder zusammen gerauft. Tanzbarer Punkrock mit neuen und alten Liedern und auch der einen oder anderen Coverversion.

Sacksuppe – Eisenberg! und Umgebung. Ältere Herren, mit bewusst gewältem älterem Equipment, um dem alten Sound angemessen zu fröhnen.

Southside and the Dangelydangdongs – Country, Einsamkeit und die große Freiheit, Sonnenuntergang und Sternburg. Aus den Leipziger Südstaaten.

TrYst – Altenburg die Zweite. Zwischen HC alter Schule und tanzbar-eingängigem Punkrock. Ob der Name jetzt nach englischer Lesart zu einem Stelldichein einlädt oder etwas verfremdet die Heimatstadt der Musiker beschreibt, können wir ja vor Ort erfragen. Ich tendiere zu Letzterem – Musik als Mittel gegen Frustration.

Uran Utan – Neues Projekt mit alten Leuten aus Greiz, Culmitzsch und Katzendorf. Die Gerüchteküche sagt, dass sowohl Texte als auch Melodien von Affen geschrieben und aufgeführt werden.

Wanstrammeln – Magenverstimmung, Kleinstadt, Punkrock – gute Zutaten für ein musikalisches Gebräu.

Was `ze Essen – Akustische Nahrungsaufnahme ist ja eh der Trend der Stunde. Vordenker in dieser Hinsicht sind die Punkrocker aus Meerane. Die trieben ihr (Un-)Wesen ursprünglich Anfang/Mitte der 00er Jahre und haben sich nun wieder zusammen gefunden, weil Sachsen immer noch Sachsen ist.

Sonst noch:

Cocktailbar, veganes und nicht veganes Futter, Trödelstand, Platten- und Infostände, schönes Wetter, saubere Schuhe, nur nette Menschen, Uranrückstände und haufenweise anderer Schmonz

Hinweise für alle Besucher:

Die Halden gehen dieses Jahr in 20. Runde. Damit wir auch in den nächsten Jahren alle zusammen die Halde zelebrieren können sind wir auf die mithilfe aller Beteiligten (Besucher_innen, Bands und Mitorganisatoren und Organisatorinnen) angewiesen. Deshalb hier ein paar Bitten, die das Verhalten aller Beteiligten betreffen.
1. Bitte benutzt die Müllbeutel die wir euch ausgeben. Das erleichtert uns die sonntägliche Arbeit erheblich und die Hauptbedingung seitens der Grundstückseigentümer ist, das der Platz nach dem Festival wieder sauber ist.
2. Lasst die Jägerstände und die Zäune stehen und scheißt Erstere nicht zu. Letztes Jahr hat das ja ganz gut geklappt.
3. Achtet aufeinander! Seid friedlich! Denkt nach!

Wenn sich irgendjemand nicht damit abfinden kann, kann er/ sie ja einfach zu Hause bleiben.

Wir sehen uns!

Die Haldencrew

Draisinenpunx not dead!

Achtung, Achtung, Ausgehempfehlung für die Provinz:
Im Nachgang der Halde ist ein Kontakt entstanden, der jetzt in ein Konzert mündet.
Vom 02.09.16 – 04.09.16 feiert der Eisenbahn Förderverein Westsachsen Ostthüringen EFWO „Friedrich List“ e. V. ein Streckenfest zum Jubiläum der Eisenbahnstrecke von Werdau nach Wünschendorf. Die Strecke ist seit einigen Jahren stillgelegt und der Verein setzt sich für die Erhaltung und möglichst auch Wieder-Nutzung ein.
Einer der Verantwortlichen war auf der Halde zu Gast und hat angefragt, ob wir nicht mal was gemeinsam Veranstalten wollen. Gesagt, getan: Am 02.09.16, ab 20:00 Uhr, wird am Bahnhof in Seelingstädt ein schickes kleines Punkrockkonzi starten. Der Eintritt ist frei.
Zum Tanze spielen auf:
Darmsignal/ Auerbach
Wanstrammeln/ Greiz
Immer mal Anders/ Wellsdorf

Schöne Sache. Geht da ruhig mal hin.

Maximale Grüße

E./ Grünes Haus e.V.

Ein schlammendes Inferno

Geilo. Wunderbare Geburtstagshalde. Schade nur, dass Samstag nicht mehr ganz so viele Leute da waren, wie am Freitag, aber das war wohl dem Wetter geschuldet. Ansonsten war das aus unserer Sicht ne runde Sache. Angenehme Stimmung, kaum Stress und weitestgehend reibungsloser Ablauf. So kann es weitergehen. Was allerdings die „Schutzmaßnahme“ am Freitag sollte, ist uns unklar.
Riesendank an alle Bands, dass ihr das in dieser Form mit uns durchzieht. Ebenso an den Techniker für den geilen Sound und die ganze Anlage. Spitzenmäßig waren auch wieder die Essensversorgung und die Cocktailbar. Schön, dass ihr das macht und auch wieder was für den Techniker dagelassen habt. Dank gebührt auch den wunderbaren Menschen, die auf- und abgebaut, aufgeräumt, verkauft und Sachen hin und her gefahren haben. Ihr seid die Besten.
Die Haldenshirts gingen auch gut weg. Es gibt sogar eine Nachbestellungsliste.
Wen ihr jetzt noch ein Shirt haben wollt, dann meldet euch bis spätestens 13.07.16 bei uns, über die Kontaktfunktion des Blogs oder per Mail an klubgarnitur@gmx.de. Später können und wollen wir dann keine mehr nachdrucken lassen.
3 schon gedruckte, aber noch nicht verkaufte Shirts findet ihr auch hier.
Meldet euch, wenn ihr eins wollt.
Ein kleines Video gibt es von diesem Jahr auch. Dirko von DAWG Productions hat seine Kamera ausgepackt, ein paar Szenen gefilmt und einen Kurzfilm daraus zusammengeschnitten.

Das ganze ist weder auf unserem Mist gewachsen, noch irgendwie von uns beeinflusst. Dirko hat einfach seine Eindrücke vom Festival festgehalten und mit den Besuchern gesprochen, die sich dazu bereit erklärt haben. Also Lob und Kritik bitte direkt an ihn. Coole Sache jedenfalls.
Einen Kritikpunkt gibts allerdings noch. Wir verstehen uns ja als Festival (und Verein) ohne weitergehende finanzielle Interessen. Wir sind immer zufrieden, wenn hinterher genug Kohle in der Vereinskasse ist, um alle Rechnungen zu begleichen und dem nächsten Jahr gelassen entgegenzusehen. Wir stellen keine Zäune auf und kontrollieren nicht, sodass im Grunde jeder und jede erst mal teilnehmen kann. Aber ich glaube einige von euch haben einfach zu viel Kohle in den Taschen. Wir hatten dieses Jahr doppelt soviel Müll wie letztes Jahr bei ca gleichbleibenden Besucher_innenzahlen. Einige von euch sollten dringend ihre Einstellung zu Konsum und Verwertung überdenken. Einerseits müssen wir den ganzen Scheiß von Hand aufsammeln (inklusive einiger wirklich ekliger Sachen). Wir können nicht einfach eine Reinigungsfirma bestellen und den ganzen Müll dann abfahren lassen. Andererseits habt ihr den ganzen Scheiß ja vorher gekauft und macht das dann wahrscheinlcih nächstes Jahr wieder. Das soll hier keine Nachhaltigkeitsdiskussion werden, aber denkt mal drüber nach. Ihr könntet uns auf jeden Fall die Arbeit erleichtern.
Das Festival und die Subkultur leben vom Selber- und vom Mitmachen, nicht vom reinen Konsumieren.

Insgesamt trotzdem alles kühl. Wir freuen uns aufs nächste Jahr. Lob, Kritik und Sonstiges gern über die Kommentarfunktion zu diesem Beitrag.
Vergesst nicht aufs Störfaktorfestival auf dem Flugplatz in Zwickau zu gehen. Wir sehn uns dort.

Maximale Grüße

E./ Grünes Haus e.V.